Hätten Sie’s gewusst? (Teil 3)

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit den Extremwerten den Monats November. Der zurückliegende hat ja mancherorts für den einen oder anderen neuen Rekord bei den Temperaturen gesorgt. Aber ob dies auch für unsere Referenzstationen Berlin-Dahlem und Lindenberg zutrifft?

Der November ist manchmal gar nicht so trüb wie man denkt 
(Webam-Aufnahme von unserer Partner-Wetterstation in Frankfurt/Oder)
Der November ist manchmal gar nicht so trüb wie man denkt
(Webam-Aufnahme von unserer Partner-Wetterstation in Frankfurt/Oder)

Allgemeines zum November…

Im altrömischen, ursprünglich zehn Monate umfassenden Kalender, war der November der neunte Monat (novem = neun). Dieser ist gleichzeitig der letzte meteorologische Herbstmonat. Während des Novembers nimmt die lichte Tageslänge bei uns im Schnitt um 90 Minuten ab.

Nach der Laubfärbung kommt jetzt der Blattabwurf. Dieser wird durch Pflanzenhormone gesteuert. Die Zellen des Blattes verändern sich. Die Herbstfrostnächte beschleunigen die Blattablösung. Durch Windeinwirkung brechen die noch durchlaufenden Zellstränge der Blattadern ab, das Blatt fällt ab. Zu diesem Zeitpunkt hat der Baum schon die Knospen in den Blattachsen gebildet, welche dann im kommenden Frühjahr austreiben.

Quelle: Oderwetter.de (Partnerseite von wetterportal.net)

Maximale Höchsttemperatur in einem November

Der zurückliegende Monat hat in Berlin-Dahlem den alten Temperaturrekord von 19,5°C aus dem Jahre 1968 eingestellt. 20,5°C wurden am 02.11.2020 registriert. In Lindenberg hat der Rekordwert von 19,8°C vom 01.11.1968 weiterhin Bestand.

Absoluter Tiefstwert in einem November

Von rekordverdächtigen Tiefstwerten waren wir im November 2020 weit entfernt. Die tiefste, jemals im elften Monat des Jahres gemessene Temperatur liegt in Berlin-Dahlem bei -16,1°C und in Lindenberg bei -16,5°C. Beide Werte sind vom 23.11.1965.

Höchste und niedrigste jemals gemessene Niederschlagsmenge im November

Sehr nass war es im Jahr 1947, als in Berlin Dahlem 137,0 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter gefallen sind. Im gleichen Jahr wurden in Lindenberg 109,7 Liter pro Quadratmeter registriert.

Einen sehr trockenen November gab es 1931 in Berlin-Dahlem (7,2 Liter) sowie 2011 in Lindenberg (1,1 Liter).

Stärkste Windböen im November

Momentan weht ja eher ein laues Lüftchen. Im November kann es aber auch ruppiger zur Sache gehen. Dies zeigen die Archive. 121 km/h (Windstärke 12, Orkan) war die höchste, jemals in einem November gemessene Windgeschwindigkeit in Berlin-Dahlem (13.11.1972). Nicht weniger stürmisch war es am 24.11.1984, als in Lindenberg eine Böe der Stärke 12 bzw. 119 km/h registriert wurde.

Sonniger und trüber November

Den sonnigsten November gab es im Jahr 2011 mit 141,2 Stunden in Lindenberg. Verglichen dazu war es in Berlin-Dahlem im Jahr 2000 verhältnismäßig trüb, als 97,8 Sonnenstunden gemessen wurden.

Sehr sonnenscheinarm war es 1987: Hier gab es in Berlin-Dahlem nur 15 und in Lindenberg 9,1 Sonnenstunden.

Luftdruck

Den höchsten, jemals in einem November gemessenen Luftdruck gab es in unserer Region am 21.11.1998. Lindenberg meldete 1042,3 hPa und Berlin-Dahlem 1043,3 hPa.

966,8 hPa, was ein durchaus beachtlicher Wert ist, wurden am 27.11.1983 in Berlin-Dahlem registriert. Für 976,9 hPa hat es in Lindenberg gereicht. Aufgrund der sehr hohen Luftdruckdifferenzen auf engstem Raum schien an diesen Tag das Wetter alles andere als angenehm in Berlin und Brandenburg gewesen zu sein.

Schnee

Natürlich gab es im November auch schonmal Schnee…und davon in Berlin am 18.11.1919 gar nicht mal so wenig: 27 cm wurden in Dahlem damals gemessen. In Lindenberg wird die Schneehöhe erst seit 1951 aufgezeichnet. So kommt es, dass mit 18 cm am 23.11.1993 die höchste Schneehöhe registriert wurde.

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