Hätten Sie’s gewusst? (Teil 2)

Heute gibt es einen weiteren Teil unserer Serie „Hätten Sie’s gewusst?“. In diesem beschäftigen wir uns mit den langjährigen Extremwerten im Oktober.

Vegetationsvergleich
links: 25.10.2020, rechts: 25.10.2019
Vegetationsvergleich aus Berlin-Pankow
links: 25.10.2020, rechts: 25.10.2019

Auch dieses Mal beziehen wir uns wieder auf die zwei Stationen in Berlin-Dahlem und Lindenberg (Landkreis Oder-Spree).

Woher hat der Monat Oktober seinen Namen?

Der Name geht auf den altrömischen Kalender zurück. Der begann mit dem März und der „mensis october“ war der achte Monat des Jahres (octo= acht).

Was war die höchste, jemals im Oktober gemessene Temperatur in Berlin-Dahlem und Lindenberg?

Die höchsten Temperaturen wurden jeweils am 4. des Monats gemessen. Im Jahr 1966 war es mit 28,6°C in Lindenberg sehr warm. 27,5°C waren es im Jahr 1985 in Dahlem.

Gab es im Oktober schonmal Luftfrost?

Der Oktober ist der erste vollständige astronomische Herbstmonat und da gehört Frost natürlich dazu. Mit einer Tiefsttemperatur von -10,1°C wurde es am 29.10.1915 in Lindenberg richtig kalt. Am selben Tag fiel das Quecksilber in Berlin auf -9,6°C.

In welchem Oktober fiel der meiste Niederschlag?

Der 10. Monat des Jahres 1974 war der niederschlagsreichste. 126,8 Liter pro Quadratmeter wurden in Lindenberg gemessen. 136,9 Liter waren es in Berlin-Dahlem.

Welcher Oktober war der trockenste?

Im Jahr 1908 fiel gar kein Regen in Lindenberg. Für ein paar Tropfen hat es in Berlin gereicht, denn hier wurden im gesamten Monat nur 0,3 Liter pro Quadratmeter gemessen.

Wie hoch waren die jemals gemessenen Windgeschwindigkeiten im Oktober?

Während in den Sommermonaten die höchsten Windgeschwindigkeiten vor allem in Gewitternähe und mit dem Durchgang von Frontensystemen gemessen werden, sind es im Oktober die Herbststürme, die großflächiger ausfallen.

Vielen von uns wird auch noch das Sturmtief „Xavier“ aus dem Jahr 2017 in Erinnerung sein. Dieses sorgte vor drei Jahren, nämlich am 05.10.2017, für viel Chaos in der Region. 117 km/h (Windstärke 11) wurden damals in Lindenberg registriert. Das Unwetter führte bundesweit zum Verlust von sieben Menschenleben.

Ein paar Wochen später, nämlich am 29.10.2017, sorgte Sturmtief „Herwart“ für reichlich Wind. An diesem Tag wurde mit 107 km/h (Windstärke 11) in Berlin-Dahlem die stärkste Windböe gemessen.

In welchem Jahr war der Oktober sehr sonnenscheinreich und in welchem Jahr war er eher trüb?

Die Übergangsmonate, zu denen der Oktober zählt, können beides. So war der Oktober im Jahr 1951 in der gesamten Region sehr freundlich. In Berlin schien die Sonne 215,3 Stunden vom Himmel und in Lindenberg 246,6 Stunden.

Mit lediglich 39,4 Stunden war es im Jahr 1914 in Lindenberg eher trüb. Der sonnenscheinärmste Oktober war in Berlin-Dahlem im Jahr 1974. Hier wurden nur 43,2 Sonnenstunden gemessen.

Hoher und niedriger Luftdruck

Höchstwerte: 1042,1 hPa wurden am 18.10.1993 in Berlin gemessen. 1040,4 hPa waren es am 23.10.1985 in Lindenberg.

Der tiefste Luftdruck wurde am 22.10.1974 mit 979,3 hPa in Berlin gemessen. 986,2 hPa waren es am 29.10.1990 in Lindenberg.

Schnee

Der Oktober ist der erste Monat der zweiten Jahreshälfte, in der in unserer Region jemals Schnee gemessen wurde. Die höchste Schneedecke gab es mit 6 Zentimetern am 28.10.1915 in Berlin-Dahlem. In Lindenberg, wo die Messreihe erst im Jahr 1951 beginnt, wurde am 29.10.1997 ein Zentimeter Schnee registriert.

Sonstiges

Die Tageslänge nimmt im Laufe des Monats um fast 2 Stunden (118 Minuten) ab. Jeweils am letzten Sonntag des Monats endet die Sommerzeit und die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt.

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